Wilhelmina Peace
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Mai bis August 2027: Wilhel­mina Peace, Belfast

«Mythen, Märchen und Folk­lore sind für meine künst­le­ri­sche Arbeit eine uner­schöpf­liche Quelle. Mich inter­es­siert beson­ders, wie Mythen das Leben des Einzelnen erhellen: trans­for­ma­tive Reisen, psycho­lo­gi­sche Brüche und Prozesse der Verwand­lung, die unsere mensch­liche Erfah­rung prägen.» 

Wilhel­mina Peace – Mythen vom Abstieg in die Unter­welt

Was geschieht, wenn wir ins Unbe­kannte hinab­steigen? Und was bringen wir von dort zurück?

Wilhel­mina Peace arbeitet vor allem mit Zeich­nung und Druck­grafik. Vor ihrer künst­le­ri­schen Ausbil­dung studierte sie Kultu­r­an­thro­po­logie an der Queen’s Univer­sity Belfast. Mythen, Märchen und Folk­lore bilden seither eine zentrale Grund­lage ihrer Arbeit. Dabei inter­es­siert sie, wie alte Erzäh­lungen indi­vi­du­elle Erfah­rungen von Verwand­lung, Verletz­lich­keit, Fremd­heit und Zuge­hö­rig­keit spie­geln – und wie sie Menschen auch in Zeiten gesell­schaft­li­cher Unsi­cher­heit Orien­tie­rung geben können. 

Während ihrer Resi­dency in der Villa Sonnen­berg beschäf­tigt sie sich mit Mythen vom Abstieg in die Unter­welt. Ausgangs­punkt sind drei bekannte Erzäh­lungen: der sume­ri­sche Mythos von Inanna, die grie­chi­sche Geschichte von Perse­phone und die Reise des Orpheus. Gemeinsam ist ihnen der Weg durch Dunkel­heit, Verlust und Unsi­cher­heit – und die Möglich­keit von Erkenntnis, Verwand­lung und Erneu­e­rung. 

Die Villa Sonnen­berg selbst wird Teil der entste­henden Erzäh­lung. Räume, Korri­dore, Treppen, verbor­gene Winkel und der Garten werden zu psycho­lo­gi­schen Land­schaften. Das Haus versteht Peace dabei als Bild der mensch­li­chen Psyche und als Bühne für Prozesse der Verän­de­rung. 

Aus Zeich­nungen und verschie­denen Druck­tech­niken – darunter Litho­grafie, Kalt­nadel, Mono­typie und Colla­grafie – entsteht schliess­lich ein drei­di­men­si­o­nales, skulp­tu­rales Künst­ler­buch. Die Abschluss­ausstel­lung zeigt neben dem fertigen Werk auch ausge­wählte Zeich­nungen, Drucke und Skizzen aus dem Entste­hungs­pro­zess. 

Lebens­lauf

Wilhel­mina Peace ist eine fran­zö­sisch-ameri­ka­ni­sche bildende Künst­lerin und lebt und arbeitet in Belfast, Nord­ir­land. Sie studierte zunächst Kultu­r­an­thro­po­logie an der Queen’s Univer­sity Belfast und schloss ansch­lies­send ein Studium der Druck­grafik an der Belfast School of Art der Ulster Univer­sity mit First Class Honours ab. 

Ihre künst­le­ri­sche Praxis umfasst Zeich­nung, Radie­rung, Litho­grafie, Colla­grafie und Künst­ler­bü­cher. Ihre Bild­sprache ist geprägt von Surre­a­lismus, Symbo­lismus, Expres­sio­nismus, Buchil­lus­tra­tion und Outsider Art. Träume, Erin­ne­rungen und arche­ty­pi­sche Bilder bilden wich­tige Ausgangs­punkte ihrer Arbeiten. 

Zu ihren Einzelausstel­lungen zählen «Tender Furies» im Black Box, Belfast (2026), ein Solo Show­case an der Wool­wich Contem­po­rary Print Fair in London (2025), «An Ambush of Angels» im Belfast Print Work­shop (2025), «Fauna of Mirrors» bei Vault Artist Studios (2024) und «Shadow­lands» in Belfast (2022). Ihre Arbeiten wurden zudem in zahl­rei­chen Grup­pe­n­ausstel­lungen in Gross­bri­tan­nien, Irland, Puerto Rico, den USA und auf Guernsey gezeigt.

Peace war Artist in Resi­dence bei Lemonade Press in Bristol, Seacourt Print Work­shop in Bangor und Belfast Print Work­shop. Neben ihrer eigenen künst­le­ri­schen Arbeit entwi­ckelt und leitet sie regel­mässig Work­shops und parti­zi­pa­tive Kunst­pro­jekte.

https://www.wilhel­mi­na­peace.com/

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